Geschichte und Sehenswürdigkeiten
Die Geschichte und Entstehung von Rom, der ewigen Stadt!
Archäologisch nachgewiesen ist eine erste kleine eisenzeitliche Siedlung auf dem Palatin, die bereits etwa 1000 v.Chr. entstanden ist. Die ersten Bewohner Roms setzten sich vermutlich aus Etruskern, Latinern und Samniten zusammen. Als erster König Roms gilt ihr Begründer Romulus. Nach dem Sturz des letzten etruskischen Königs Tarquinius Suberbus entstand die Römische Republik. Unter den Kaisern der Antike war Rom Zentrum des mächtigen Römischen Weltreichs, bis es durch Germaneneinfälle schließlich dem Untergang geweiht war. Doch auch in den darauffolgenden Jahrhunderten konnte die Stadt Rom ihre Pracht frei entfalten und spielte vor allem in der Renaissance eine bedeutende Rolle. Eine besondere Bedeutung hat Rom auch für das Christentum. Der Vatikan als Sitz des Papstes bildet innerhalb Roms eine Enklave und ist die Hauptstadt der katholischen Kirche.
"753 - Rom schlüpft aus dem Ei", so lautete der Merksatz, den wir alle aus dem Geschichtsunterricht kennen. Die Sage der Gründung Roms - und somit eines Weltreichs - gehört dagegen eher in das Land der Phantasie. Romulus und Remus, das Zwillingspaar und Söhne des Äneas, die von einer Wölfin gesäugt wurden, sollen die Gründer sein. In der Frühzeit Roms lebten dort etruskische Herrscher, erst um ca. 500 vor Christus übernahmen die Römer, welche Abkommen des griechischen Volksstamm waren, die Herrschaft. Sie führten die Römische Republik ein, ein ausgeklügeltes politisches System, welches von zwei Konsuln als oberste Herrscher bestimmt wurde.
Der Sage nach wurde Rom 753 v. Chr. von Romulus gegründet. Romulus soll später
seinen Bruder Remus umgebracht haben als dieser sich über die von Romulus errichtet
Stadtmauer lustig machte.
Die beiden Zwillinge waren der Sage nach die Kinder von Mars und Rhea Silvia.
Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt und von einer Wölfin gesäugt und später
vom dem Hirten Faustulus unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden.
Mitte des fünften Jahrhunderts vor Christus wurde das Zwölf-Tafel-Gesetz verabschiedet, eine der frühesten Gesetzessammlungen der Geschichte, welches auch den minderen Plebejern gegenüber den Patriziern Rechte einräumte. Diese frühe Zeit Roms war häufig durch Kriege bestimmt. Beispielsweise erhoben sich im Norden des Reiches die Kelten gegen Rom oder aber Karthago unter dem berühmten Hannibal, welcher dann letztendlich mit Elefanten gen Rom zog, um das Reich zu unterwerfen. Dies gelang jedoch nicht, die Schlacht von Cannae besiegelte das Schicksal des Hannibal.
Auch Archimedes, der berühmte Mathematiker und Physiker, wurde bei Kämpfen auf Syrakus ein Opfer der Römer.
Immer mehr übernahm Rom im 2. Jahrhundert vor Christus die Führungsrolle im Mittelmeerraum. Prächtige Gebäude wurden dort errichtet, welche die Macht der Römer, welche so viele Völker besiegt hatten, zeigen sollte. Kunst, Literatur und Schauspiel nahmen einen gewaltigen Aufschwung. Eigene Götter wie Venus, Bacchus und Jupiter wurden angebetet.
Um 60 vor Christus reagierte in Rom ein Triumphrat aus den drei mächtigsten Politikern. In ein solches wurde auch Julius Cäsar am Anfang aufgenommen. Doch dann sollte er der größte Alleinherrscher der römischen Geschichte werden. Rom wurde unter Cäsar Monarchie, der Kaiser von Rom besiegte unzählige Völker - wurde am Ende jedoch von Männern aus den eigenen Reihen ermordet.
Ihm folgte 27 vor Christus Augustus, jener römische Kaiser, welcher aus der Bibel bestens bekannt ist, als der Herrscher zu Christi Geburt. Unter ihm erlebte Rom eine Blütezeit, immer prächtigere Bauten wurden errichtet - und es herrschte Frieden im ganzen Römischen Reich.
Doch in Rom sollte keine Ruhe einkehren. Höhepunkt war im 1. Jahrhundert nach Christus Kaiser Nero, welcher unzählige Menschen töten ließ - unter anderem den Philosophen Seneca und seine Frau - bis schließlich Rom zu seiner eigenen Ermordung brannte. Unzählige Christen und Jünger Jesu wurden in dieser Zeit und den folgenden Jahren in Rom getötet, so dass diese Religion im Untergrund agieren musste. Auf diese Art und Weise entstanden die berühmten Katakomben der ewigen Stadt. Im Collosseum und Circus Maximus ließen die römischen Herrscher blutige Gladiatorenkämpfe austragen.
Rom dehnte sich immer weiter aus. Bollwerke wie der Limes gegen die Feinde im Norden wurden errichtet. Unter Kaiser Hadrian hatte Rom seine größte Ausdehnung erreicht. Doch seinen Zenit der Macht hatte das Reich wohl schon überschritten.
Einen Höhepunkt stellte allerdings noch die Herrschaft Kaiser Konstantins dar, welcher das Christentum nach anfänglicher Verfolgung zur Staatsreligion ausrufen ließ.
Danach begann der Niedergang des römischen Reiches. Es wurde in ein ost- und ein weströmisches Reich geteilt. Stämme aus dem Norden fielen in das weströmische Reich ein: Ost- und Westgoten. Und schließlich eroberte der Gotenherrscher Alarich Rom. 476 nach Christus war das Ende dieses Reiches besiegelt. Es kamen die so genannten "dunklen Jahrhunderte" auf Rom zu. Doch die Stadt wurde nun Herrschaftsbereich der Päpste und so erneut über Jahrhunderte zu einer der bedeutendsten auf der ganzen Welt. Sie wurde Zentrum des Christentums und ist das bis zum heutigen Tag geblieben. Im Mittelalter wurde Rom zum Zentrum der Kunst, Michelangelo, Raffael, Bernini, Bramante - alle großen Künstler wirkten in der Metropole am Tiber.